Unsere Tipps im Wilmersdorfer Kiez

Foto: MKPRESS

Einer der schönsten Kieze der Stadt ist natürlich der, in dem wir uns täglich sehen, unser Wilmersdorf. Vielfältiger kann ein Kiez kaum sein. Unsere Tipps im Kiez sollen Ihnen zeigen, daß es viel zu entdecken gibt, hier bei uns in Wilmersdorf.

Nach Ihrem Kiezspaziergang können Sie sich hier bei uns entspannen und stärken. Wenn Sie eine neue Entdeckung gemacht haben, dürfen Sie uns diese natürlich nicht vorenthalten, damit wir sie als Tipp für unseren Kiez hier aufnehmen können.

Wußten Sie schon......

Blissestrasse

Der Name geht auf die Familie Blisse zurück, nach der die Blissestraße benannt ist. Die großbäuerliche Familie Blisse ist Namensgeber der heutige Blissestrasse. Durch den Bedarf an Bauland für die wachsende Stadt Berlin gelangten viele Bauern im Umland zu Vermögen. Da die Familie Blisse mit dem Landverkauf länger wartete als andere Bauern, wurden sie sehr reich und gehörten damit zu den sogenannten „Millionenbauern“, was ihm den Spitznamen „Millionen-Blisse“ einbrachte. Blisse vererbte der Stadt drei Millionen Mark für ein evangelisches Waisenhaus, dessen Bau 1908 begonnen wurde und 1911 als Christian und Auguste-Blisse-Stiftung an der Wilhelmsaue, im Zentrum des ehemaligen Dorfes Wilmersdorf, auf dem Grundstück des ehemaligen Stammgutes der Blisses eröffnet wurde. Heute wird in diesem Haus ein Kinderhort betrieben.

Autor: nsch

Birger Forell Platz

Der aus Söderhamn in Schweden stammende evangelische Pfarrer Birger Forell (geb. 1893 verst. 1958) setzte sich für Flüchtlinge, Verfolgte, Vertriebene und Kriegsgefangene während des Zweiten Weltkriegs und danach ein. Er war von 1929 bis 1942 Pfarrer an der schwedischen Kirche in Berlin und ein Unterstützer der Bekennenden Kirche. Immer wieder half er Verfolgten in der NS Zeit und wurde dann auch sehr bald von der Gestapo überwacht. 1942 wurde er nach Boras in Schweden abberufen, wo er 1958 verstarb. In der Zeit von 1943 bis zu seinem Tode widmete er sich deutschen Kriegsgefangenen, gründete in der Grafschaft Nottinghamshire mit dem YMCA-Mitarbeiter John Barwick das Studienlager Norton Camp, wo deutsche Kriegsgefangene das Abitur machen und anschließend Religion und Pädagogik studieren konnten. 1951 schließlich gründete er die Deutsch-Schwedische Flüchtlingshilfe, die heimatvertriebenen Bauern bei der Wiederansiedlung half. 1958 starb Birger Forell. Die Flüchtlingshilfe stellte zwei Jahre später ihre Arbeit ein. Die Aufgaben wurden von der Birger-Forell-Stiftung e.V. fortgeführt, bis diese 2000 aufgelöst wurde. 

Hildegardstrasse

1879 kaufte der Bauernsohn Otto Schramm am Wilmersdorfer See Land, machte eine Badeanstalt auf und eröffnete ein Restaurant, das sich schnell vom Kaffeegarten zum riesigen Tanzpalast mit großem Biergarten entwickelte. Besonders bei verarmten Adeligen beliebt waren die Töchter der Wilmersdorfer “Millionenbauern”. An der Stelle des Seebades Schramm wurde 1925-28 der Schrammblock gebaut, eine der ersten Wohnanlagen mit Tiefgarage. Der Schrammblock befindet sich zwischen der Straße Am Volkspark und der Hildegardstraße. Die Namensgebung erfolgte nach seiner Tochter Hildegard.

Paretzer Strasse

Sie liegt zwischen Blisse- und Mecklenburgischer Straße und trug vor ihrer Benennung den Plannamen Straße 33a. Am 17. Oktober 1960 wurden die Kempenicher und die Linnicher Straße in die Paretzer Straße einbezogen. In Paretz lag das Landschloss, das bis 1806 zeitweiser Aufenthaltsort für Friedrich Wilhelm III. und Königin Luise war.

Sankt Gertrauden Krankenhaus

Der Orden der Katharinenschwestern kam 1929 nach Wilmersdorf. Sensationell war zu dieser Zeit, das das Krankenhaus noch nur 15monatiger Bauzeit fertiggestellt wurde. Am 4.11.1930 wurde es mit 580 Betten eingeweiht. Damalige Zeitungen beschrieben das Krankenhaus als “ein wunderbares Werk helfender Nächstenliebe” und lobten die hochmoderne Ausstattung, sowie die insgesamt sehr großzügig angelegte Parkanlage mit mehr als 20.000 Quadratmeter Fläche. Heute hat das Sankt Gertrauden Krankenhaus 410 Bett und bietet als Unfallkrankenhaus hier eine Schwerpunktversorgung.

Wenn Sie mehr über das Krankenhaus erfahren möchten, besuchen Sie die Webseite des Hauses unter www.sankt-gertrauden.de

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